barocktrio: schwarz, pank, becker-foss - willkommen 
 
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repertoire


  »In Lamentatione Jubilatio Dei«barocktrio: schwarz, pank, becker-foss
  lob und klage in barocken vertonungen
 
 
kantaten und lieder johann rosenmüller  georg böhm 
georg philipp telemann  jan dismas zelenka
johann sebastian bach
instrumentalmusik georg böhm  dietrich buxtehude 
johann sebastian bach 
georg philipp telemann
es musizieren gotthold schwarz (leipzig), bariton 
siegfried pank (leipzig), viola da gamba 
hans christoph becker-foss (hameln),
orgel und cembalo 
 
Der Leipziger Bariton Gotthold Schwarz und der Leipziger Gambist Siegfried Pank musizieren zusammen mit Hamelns Marktkirchenkantor Hans Christoph Becker-Foss (Cembalo und Orgel) ein knapp 90minütiges Konzert mit Kostbarkeiten des Barock. Auf dem Programm stehen Kantaten von Johann Rosenmüller, Jan Dismas Zelenka, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann sowie ausgewählte Barocklieder vorwiegend von Georg Böhm aus der berühmten Lüneburger "Sammlung Elmenhorst" - eine Fundgrube hochkarätiger Liedkunst des Barock, die um 1700 zu der Zeit angelegt wurde, als Bach in Lüneburg aufs Gymnasium ging und bei Böhm studierte. Böhms Lieder prägen das Programm des Ensembles ebenso wie die Vertonungen der Karfreitagsliturgie: Die "Lamentationes" von Rosenmüller sind italienisch geprägt und zeigen Einflüsse von Monteverdi und Schütz. Verblüffend und eindrücklich zugleich die "Lamentationes" von Zelenka - dem charaktervollen Bach-Zeitgenossen aus Dresden, dessen kompositorische Kühnheit hier darin besteht, dass er den Text in alten Psalmtönen rezitieren lässt und eine schlichte Generalbassbegleitung darum herum anlegt. Telemanns Abendmahlskantate erfreut mit virtuosen Gambensoli; von Bach erklingt die Kammermusikfassung einer seiner berühmtesten Kantaten: "Ich habe genung" BWV 82, die Bach im Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach für Gesang und Generalbass bearbeitete. Instrumental-Intermezzi von Telemann, Böhm, Bach und Dietrich Buxtehude gliedern das Programm.
Das Ensemble Schwarz/Pank/Becker-Foss bereist seit vielen Jahren Festivals vorwiegend in Nord- und Mitteldeutschland. 2004 gab es beim 79. Bachfest der Internationalen Bachgesellschaft in Hamburg ein vielbeachtetes Konzert. Im Sommer erscheint eine CD-Einspielung des "Lamentationes"-Programms bei "Raumklang" (Koproduktion mit "Deutschlandradio").
 
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  »Bach und die Norddeutschen«
  lieder und kantaten des 17. und 18. jahrhunderts
 
programmabfolge »bach und die norddeutschen«Johann Sebastian Bach hatte bereits in seiner Jugend intensiven Kontakt nach Norddeutschland. Im Frühjahr 1700, kurz vor seinem 15. Geburtstag, machte Bach sich gemeinsam mit seinem Freund Erdmann auf den Weg von Ohrdruf nach Lüneburg, um dort als Chorschüler an St. Michaelis die Lateinschule abzuschließen. Bis 1702 währte diese Zeit, in welcher er auch das Musikleben der nahen Hansestadt Hamburg kennenlernte.
Begegnungen mit dem legendären Hamburger Organisten Adam Reinken, dem Lüneburger Johannis-Kantor und -Organisten Georg Böhm oder (1705 bei seiner Reise nach Lübeck) mit Dietrich Buxtehude beeinflußten seine musikalische Laufbahn entscheidend.
Man kann davon ausgehen, daß Bach in Lüneburg neben den Orgelwerken Georg Böhms auch dessen Liedvertonungen kennenlernte, von welchen einige im heutigen Konzert zur Aufführung gelangen. Sicher waren diese Lieder auch Anregung und Vorbild für Bachs Arbeit am "Schemellischen Gesangbuch".
Die Musik seines Freundes Georg Philipp Telemann, dem Musikdirektor an den fünf Hauptkirchen Hamburgs, hat Bach gekannt und so sehr geschätzt, dass er in eigenen Kantaten Sätze Telemanns integrierte.
Carl Philipp Emanuel Bach, der zweitälteste Sohn von Johann Sebastian und Patensohn Telemanns, wurde dessen Nachfolger in Hamburg und setzte als Komponist neue stilistische Akzente für das Genre Lied.
Das gilt ebenso für seinen Bruder Johann Christoph Friedrich Bach, der als Bückeburger Hofkapellmeister etwas abseits von den musikalischen Zentren der Zeit dennoch eine gewichtige Rolle spielte.
Nicolaus Hasse war Organist an St. Marien in Rostock. Auch seine Lieder zeugen von der Beliebtheit, welcher sich das Lied in der Barockzeit in Kammer und Kirche erfreute und von welchem Impulse für die Kantatenformen Arie und Rezitativ ausgingen.
Die engen Beziehungen von Lied und Kantate lassen sich in dem heutigen Programm ebenso studieren wie der staunenswerte Reichtum an einzigartigen Gesängen, der zweierlei deutlich macht: Die Grenzen von Lied, Rezitativ und Arie sind fließender, als man meint, und: Das Kunstlied fand keineswegs erst mit Schubert seinen ersten Höhepunkt.
 
programmabfolge
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  »Amore Traditore«
  Italienische und italienisierende Barockmusik
 
concerti und kantaten  viadana  monteverdi  valentini  cavalli
cazzati  brevi  rosetti  schütz   händel
bach
instrumentalmusik frescobaldi  cavazzoni  cavazzini  händel
es musizieren gotthold schwarz (leipzig), bariton 
siegfried pank (leipzig), viola da gamba 
hans christoph becker-foss (hameln),
orgel und cembalo 
 
Unter dem Motto "Amore traditore" - (der Titel der einzigen italienisch-sprachigen Kantate Bachs) erklingen barocke Concerti und Kantaten aus Italien, alsdann die Adaption dieses Stiles in Deutschland. Instrumentalmusik der Zeit gliedert das Programm. Grundthema sind Leidenschaft und Liebe: Zu Gott, zu Maria, zu Jesus - aber auch von Mensch zu Mensch. Den Gegensatz "weltlich-geistlich" gab es in der Barockzeit noch nicht: Alles war von Gott gemacht und in seiner Hand.
Das Programm bietet einen Überblick über das gewaltige Gebiet des "Concertos" - eine der wichtigsten Formen der barocken Musik. Viadana ist einer der ersten, der die Musik-Revolution an der Schwelle von der Renaissance zum Frühbarock in Gang setzte: Anstelle von mehrstimmig-polyphoner Vokalmusik komponiert er für eine Singstimme und einen Instrumentalbass. Die fehlenden Harmonien und Affekte müssen von einem Akkordinstrument (Laute, Cembalo, Orgel) improvisiert werden. Ob Viadana ahnte, welche musikalischen Inspirationen er damit freisetzte? Monteverdi - einer der bedeutendsten Musiker seiner Zeit - stürzte sich begierig auf den neuen "konzertanten Stil" und stellte ihn in seiner berühmten "Marienvesper" dem kontrapunktischen "Stile antico" gegenüber. Ähnlich inspiriert wie Monteverdi komponierte der heute leider und zu Unrecht gänzlich unbekannte Cavalli.
Einen großen Schritt weiter geht die dramatische Michaels-Kantate von Cazzati. Und Brevi lässt schon Stilelemente Händels vorausahnen
Heinrich Schütz studierte in Venedig und erlebte den Umbruch als Ohrenzeuge mit. Sein Anliegen war es, dieses Ereignis mit der deutschen Sprache in Einklang zu bringen - eine Tat, die Auswirkungen bis ins 20. Jahrhundert hatte.
Zwei Kantaten des 18. Jahrhundert beschließen den Abend: Bachs erwähnte Kantate "Amore traditore" in der kuriosen, singulären Besetzung von Bariton und Cembalo solo und ein hinreißendes Opus von Händel aus der frühen Italienzeit des Meisters.
Die instrumentalen Intermezzi begleiten diesen Weg der vokalen Revolution. Cavazzoni schreibt noch im lupenreinen Vocal-Stil, Frescobaldi überträgt das "Concerto" auf die Instrumentalmusik, Pachelbel verbindet Italienisches mit französischem Stil, und Händels (oder Leffloths?) Sonate treibt den Concerto-Gedanken im Dialog zwischen Gambe und obligatem Cembalo auf die Spitze.
 
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  »Mit der Seel' und Mundes Stimm'«
lieder und kantaten  georg böhm  johann sebastian bach  georg philipp telemann  georg christoph strattner  johann hasse  carl philipp emanuel bach  wilhelm friedemann bach 
johann christoph friedrich bach
instrumentalmusik dietrich buxtehude  georg friedrich händel  wilhelm friedemann bach
es musizieren gotthold schwarz (leipzig), bariton 
siegfried pank (leipzig), viola da gamba 
hans christoph becker-foss (hameln),
orgel und cembalo 
 
Das Programm des Abends präsentiert zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach, zwei kostbare Arien von Georg Philipp Telemann (in eigenen Übertragungen aus dem unveröffentlichten Originaldruck) sowie ausgewählte Barocklieder von Georg Böhm, Georg Christoph Strattner, Johann Hasse, Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen Carl Philipp Emanuel, Wilhelm Friedemann und Johann Christoph Friedrich Bach. Immer wieder verblüffend sind Formenvielfalt, Innigkeit des Ausdrucks und raffinierte Harmonisierung dieser kaum jemals musizierten Barocklieder, die belegen, dass auch vor Schubert Lieder auf höchstem Niveau geschaffen wurden. Instrumental-Soli für Gambe und Orgel von Georg Friedrich Händel (Sonata C-Dur für Gambe und konzertierendes Tasteninstrument), Dietrich Buxtehude und Wilhelm Friedemann Bach gliedern das Programm.
Das Ensemble Schwarz/Pank/Becker-Foss gastiert seit dem Jahr 2000 auf Festivals in ganz Deutschland. So konzertierte man beim Musiksommer Mecklenburg-Vorpommern, beim Thalbürgel-Festival und bei den großen Bachfesten in Greifswald und Hamburg. 2006 erschien eine CD-Einspielung des "Lamentationes"-Programms bei "Raumklang" (Koproduktion "Deutschlandradio" / "harmonia mundi"); 2011 ist bei "Rondeau" die neue CD mit dem musizierten Programm "Mit der Seel' und Mundes Stimm" erschienen.
 
programmheft
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