barocktrio: schwarz, pank, becker-foss - willkommen 
 
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»In Lamentatione Jubilatio Dei« von edition raumklang
Neuerscheinung bei RAUMKLANG:

In Lamentatione Jubilatio Dei

Lob und Klage in barocken Vertonungen
Praise and Lament in Baroque Compositions
Louanges et lamentations baroques, mises en musique
Rosenmüller, Zelenka, Buxtehude, Telemann, Böhm & J. S. Bach
Best.-Nr.: RK 2504
Ab sofort im Fachhandel!
In Lamentatione Jubilatio Dei
Gotteslob und Klage stehen sich auf dieser CD mit den aus der kath. Liturgie stammenden Lamentationes und dem protestantischen geistlichen Lied gegenüber. Drei eindrucksvolle Lamentationes Jeremiae (lateinische Klagelieder) durchziehen das Programm, komponiert vom sächsischen Komponisten Johann Rosenmüller und von Jan Dismas Zelenka, der ab 1710 am Königshof in Dresden diente.
Während das sächsische Herrscherhaus aus politischen Gründen der röm.-kath. Kirche angehörte, waren die Untertanen in Stadt und Land eher den Lehren Luthers verbunden, der der deutschen Sprache im Gottesdienst einen großen Platz einräumte. Dadurch konnte das geistliche Lied als Gemeindegesang bzw. in der kunstvolleren Gestalt des generalbassbegleiteten Sololiedes zu besonderer Blüte gelangen. Von Sachsen und J. S. Bach aus führt uns das Programm nach Norddeutschland zu den verinnerlichten Liedern Georg Böhms. Siegfried Pank und H. Chr. Becker-Foss tragen die empfindsame Interpretation des Bassisten Gotthold Schwarz nicht nur, sondern gliedern die Liedfolge mit ausgewählten Instrumentalwerken dieser Zeit, wobei auch die verwendeten kostbaren Instrumente (u.a. eine in Leipzig gebaute Viola da Gamba vom Ende des 17. Jahrhunderts) und die historische Ladegast-Orgel der Polditzer Kirche zur Geltung kommen.
 
Neuerscheinung bei Rondeau Rroduction, Leipzig:

Mit der Seel' und Mundes Stimm'

Die Gattung "Geistliches Lied" entstand im 16. Jahrhundert mit der Reformation und ihren Auswirkungen auf die evangelische Kirchenmusik. Die erste Blüte zeigt sich allerdings erst knapp einhundert Jahre später. Der Geistlichen Liedkunst des 17. und 18. Jahrhundert ist unser Programm gewidmet.
Wichtig ist uns das behutsame Aufschließen der Botschaft, die ihr Text enthält. Der Verzicht der Komponisten auf Virtuosität und vielfarbige Instrumentierung unterstreicht zugleich den Charakter ihrer Stücke als christliche Hausmusik. Sie dienten vornehmlich der Andacht im privaten Kreise, gelegentlich auch schon in der Kirche, waren aber noch nicht bestimmt für den öffentlichen Musikbetrieb.
Johann Sebastian Bach (1685-1750) hatte bereits in seiner Jugend wichtige Kontakte auch zu norddeutschen Musikern. Im Frühjahr 1700, kurz vor seinem 15. Geburtstag, machte er sich gemeinsam mit seinem Freund Georg Erdmann auf den Weg von Ohrdruf in Thüringen nach Lüneburg, um dort als Chorschüler an St. Michaelis die Lateinschule abzuschließen. Bis Mitte 1702 währte diese Zeit, in welcher er auch das Musikleben der nahen Hansestadt Hamburg kennenlernte. Von Bach erklingen neben einigen Liedern zwei Kantaten-Pasticcios, die damals durchaus beliebt waren.
Man darf annehmen, dass Bach in Lüneburg neben den Orgelwerken von Georg Böhm (1661-1733) auch dessen Liedvertonungen kennenlernte. Einige davon sind heute zu hören (viele weitere auf der CD "In lamentatione jubilatio Dei" des BAROCKTRIO GOTTHOLD SCHWARZ). Sicherlich waren die Lieder auf Texte des Hamburger Predigers Henrich Elmenhorst auch Anregung und Vorbild für Bachs spätere Arbeit am "Schemellischen Gesangbuch".
Die Musik seines Freundes Georg Philipp Telemann (1681-1767), dem Musikdirektor an den fünf Hauptkirchen Hamburgs, hat Bach gekannt und hoch geschätzt. Der berühmte Telemann (geboren in Magdeburg), ein weltgewandter und ungemein vielseitig-produktiver Musiker, war 1722 der hohe Favorit des Rats der Stadt Leipzig für das Thomaskantorat.
Eine späte Orgelfuge und eine Arie aus einer noch unveröffentlichten Kantate von Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784), dem erstgeborenen Sohn von Johann Sebastian, zeigen die eigenwillige, genialische Kompositionskunst des Meisters und zugleich ihre Verbundenheit mit dem Stil seines Vaters.
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), der zweitälteste und vielleicht bedeutendste Sohn von Johann Sebastian und Patensohn Telemanns, wurde dessen Nachfolger in Hamburg nach langjähriger Tätigkeit am Hofe Friedrich des Großen in Potsdam.
Das gilt ebenso für seinen Bruder Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795), der als langjähriger Bückeburger Hofkapellmeister etwas abseits von den musikalischen Zentren seiner Zeit dennoch eine gewichtige Rolle bei der Liedentwicklung spielte. Er kam bei Hof in enge Verbindung mit Johann Gottfried Herder, dessen Texte er gerne vertonte. Der Nekrolog hebt seine "Rechtschaffenheit, Seelengröße, Dienstfertigkeit und Gefälligkeit" hervor.
Nicolaus Hasse (1617-1672), Organist an St. Marien in Rostock, ist der älteste Repräsentant der geistlichen Liedkunst unseres Programms. Seine Gesänge zeugen von der Beliebtheit, welcher sich das Lied während der Barockzeit in Kammer und Kirche erfreute. Von der Lied-Gattung dieser frühen Epoche gingen auch starke Impulse für die Formen Arie und Rezitativ aus, die sich in den Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach sakral vollendeten.
Eine Mittelstellung im damaligen musikalischen Spannungsverhältnis Nord-Süd nahm der heute fast vergessene Georg Christoph Strattner (1645-1704) ein. Aus Gols im Burgenland stammend, führte ihn sein Weg über Stuttgart, Durlach und Frankfurt a.M. nach Weimar, wo er die letzten zehn Lebensjahre verbrachte. Das erste der von uns musizierten Lieder hat übrigens einen Platz im aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG 504).
 
Sie erhalten diese CDs im Fachhandel oder in unserem Büro:
 prof. hans christoph becker-foss
wachtelweg 10
31789 hameln
fon  | +49.5151.67152
fax  | +49.5151.66386
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